Ferien auf dem Bauernhof

Generalversammlung 2025

Agrotourismus im Wandel: Zwischen Tradition und Zukunft

Die Gemeinde Sins im Aargau spiegelt das Mittelland perfekt wider: 4500 Einwohner, landwirtschaftliche Betriebe mit durchschnittlich 20 Hektaren – zunehmend grösser, aber weniger zahlreich. Während Milchwirtschaft zurückgeht, dominieren Schweine- und Geflügelhaltung sowie alternative Betriebszweige. Hier fand am 13. März 2025 die Generalversammlung mit fast 40 Teilnehmern statt.

Bei der Generalversammlung des Vereins Ferien auf dem Bauernhof zog Präsident Hanspeter Stark eine positive Bilanz: Messeauftritte, darunter an der Olma, sorgten für Sichtbarkeit und die Buchungen blieben stabil. Dennoch musste der Verein einige Abgänge verzeichnen, die auf Generationenwechsel zurückzuführen sind. «Nicht jeder ist für die Gästebetreuung gemacht», so Stark.

Finanziell steht der Verein solide da, doch Kassier Daniel Schneider kritisierte die nachlassende Unterstützung durch den Schweizer Bauernverband. «Ohne politische Rückendeckung verliert unser Angebot an Bedeutung. Südtirol macht es vor – dort sind die Bedingungen deutlich besser.»

Eine zentrale Herausforderung bleibt die Gewinnung junger Mitglieder. Zudem steht eine Kooperation mit Bed & Breakfast Switzerland im Raum. Die Plattform ermöglicht unkomplizierte Buchungen ohne direkte Kundeninteraktion – ein Vorteil für manche, ein Nachteil für andere. Eine Teilnehmerin betonte: «Agrotourismus lebt vom persönlichen Kontakt. Unsere Gäste sollen erleben, was echte Landwirtschaft bedeutet.».
Auch kulturelle Unterschiede spielten eine Rolle. «Mit Plattformen kommen Gäste aus aller Welt – das bringt Chancen, aber auch Herausforderungen», gab ein Mitglied zu bedenken.

Fest steht: Der Agrotourismus wandelt sich. Ob digital oder persönlich – die Zukunft liegt in der Balance zwischen Tradition und neuen Wegen.

 

Vorstand Ferien auf dem Bauernhof
Vorstand Ferien auf dem Bauernhof

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